Höhlen von Neuseeland

Takaka

Nach dem Abel Tasman Nationalpark ging es weiter in die Hippie-Stadt Takaka, welche durch ihre witzigen bunten Häuser und die lässig angezogen Menschen bekannt ist. In der Nähe gab es einen freien Campingplatz am Fluss. Hier trafen wir die Gruppe, mit der Sepp auf der Erdbeerfarm zusammengearbeitet hatte, einfach lustig! Neuseeland ist echt klein! Der Platz war wirklich schön, ein sauberes WC und ein glasklarer Fluss, in welchem man die ganze Zeit schwimmen wollte, aber leider war er doch recht frisch ! Wir tranken zusammen am Abend ein paar Bierchen und genossen den Abend beim Kartenspiel!

Quellen und wandern in der Nähe von Takaka

Bevor wir an unserem Campingplatz ankamen, haben wir noch zwei kleinere Aktivitäten unternommen! Zuerst fuhren wir zu einer Schlucht, in der man mal wieder die geballte Natur von Neuseeland entgegen geschmettert bekam. Die Landschaft glich einem Urwald, es wuchsen mächtige Lianen und riesige Farne in eine schöne Schlucht hinein! Hier liefen wir einen kleinen Rundweg und fuhren anschließend zu den Waikoropupu Springs, einer der größten und klarsten Süßwasserquellen der Insel. Hier findet man einen wunderschönen Walk durch die unterschiedlichsten Nadel- und Laubbäume. Ab und zu gab es auch Palmen und gigantische Urwaldbäume zu sehen. An der Quelle machten wir schöne Fotos von dem extrem klaren und hellblauen Wasser! Danach ging es wieder zurück zum Fluss eine Runde baden und Steine fitscheln. Karten spielen mit der großen Runde von der Erdbeerfarm ist einfach lustig!

Höhle und Stadt in Takaka

Ja, um Takaka ist erstaunlich viel zu sehen! Am letzten Tag ging es zu einem kleinen 2 stündigen Walk zu einer Höhle an einer Steilwand. Wir waren überrascht, wie extrem steil es dort hoch ging und wie gigantisch die Höhle am Ende der Wanderung war. Durch die meterhohen Stalagmiten und Stalaktiten fühlten wir uns wie Ameisen. Eine ganz andere Welt zu betreten, in der alles kälter, feuchter und sehr mystisch ist, einfach toll! Danach mussten wir alles wieder bergab laufen, was aber natürlich um einiges gemütlicher war! Anschließend ging es in die Stadt Takaka. Diese hat ein wenig den Ruf weg, dass viele Hippies hier leben! Dies können wir bestätigen, da doch viele barfuß und mit Rastafrisur hier unterwegs sind Aber so doll stechen wir hier auch gar nicht heraus mit ausgewaschenen Sachen und 5 Tagen ohne Dusche! Auf, auf, die letzte Nacht am Fluss!

Wharariki Beach und der Albatros

Ja der Wharariki Beach ist ein wunderschöner Strand gewesen. Hier können wir nur sagen, schaut in die Fotos oder in das Video. Über Strände muss man nicht so viel schreiben. Später sah Sepp am Meer einen Albatros. Dies ist auch nicht selbstverständlich, da diese Tiere selten am Ufer zu sichten sind, da sie nur über dem Meer gleiten können, wenn richtig starker Wind ist! Sehr interessant und wieder ein Tier mehr kennengelernt!

Anny und Frieda

Nun haben wir den nördlichsten Teil der Südinsel erkundet und wollen langsam an die Westküste. Auf dem Weg dorthin wollten wir Anny und Frieda von der Farm wieder treffen! Wir haben uns entschieden, zusammen zu reisen um einfach noch mehr Spaß zu haben! Wir wollten uns 80 Kilometer vor der Stadt Westport treffen um von dort unsere Reise zu beginnen! Wir trafen uns zuerst auf einem Campingplatz, der etwas kleiner war und Sepp sagte, lass uns schnellstens verschwinden auf einen Zeltplatz, der 10 Minuten entfernt war! Aber auch da war es genauso schlimm. Jetzt ging die Zeit mit den Sandflies los. Diese Viecher sind wirklich kleine Tiere, die wie kleine Obstfliegen von Schweiß und Körperwärme angelockt werden. Diese Tiere beißen in die Haut, was zu kleinen Wunden führt und später doppelt so doll wie ein Mückenstich juckt, wirklich heftig! Manchmal sind 100 Tiere um einen herum und man muss sich bewegen, um vor ihnen zu flüchten oder ins Zelt/Auto gehen!

Lake Rotoroa & Maruia Falls

Am Morgen extrem doll zerstochen und eigentlich schon ziemlich genervt von den Sandflies machten wir uns gemeinsam zum Lake Rotoroa! Sehr früh fuhren wir los um vor dem morgendlich prüfenden Ranger nicht erwischt zu werden! Wieder nicht erwischt worden und eine kostenfreie Nacht Der Lake war wirklich einen Besuch wert, wunderschönes Wasser mit Blick auf die Berge. Die Sonne ging gerade auf und es war wieder der magische Moment vom Licht und keine Menschenseele, aber 1000 Sandflies!!! HILFE!!! Frühstück und ab wieder ins Auto! Diese Biester machen keinen Spaß und das ist wirklich das einzige, was Neuseeland nervig macht! Aber zum Glück sind die meist nur am Wasser oder tropischen Gebieten, somit hat man auch viele Stellen ohne diese Viecher! Ab zu den Maruia Falls, und zack keine Sandflies. Hier bot uns ein schöner Wasserfall wieder eine tolle Panoramakulisse.

Westport und die Westküste hoch

Ab nach Westport, eher ein Kaff, als alles andere. Die Städte sind hier alle ähnlich wie in Amerika aufgebaut! Alles aus Blech, Trockenbau und Holz, erdbebensicher halt! Eine 6000 Seelenstadt, welche quadratisch aufgebaut ist. Hier wollten wir Wäsche waschen. Dies stellte sich aber schwieriger raus, als geplant. Denn der einzige Waschsalon in der Stadt hatte geschlossen und in einem Hostel gab es nur Kaltwasserwaschmaschinen. Nachdem wir einige Leute befragt hatten, kamen wir schließlich auf einem Caravanpark heraus, auf welchem wir unsere dreckigen Kleidungsstücke säubern konnten. Nebenbei bedienten wir uns auch heimlich am Duschwasser 😀
Der Plan war, mit Anny und Frieda die Westküste zu bereisen um Gebiete zu sehen, die auch weniger touristisch befahren sind, was uns natürlich besonders verlockend erschien! Wir fuhren 4 Tage in den nördlichen Teil, eine wirklich tolle Strecke und jeder, der etwas mehr Zeit hat, sollte Richtung Motueka fahren!

Kohlemine und Baden im Wasserfall

Denniston & Charming Creek Walkway waren unsere Ziele des heutigen Tages. Auf geht’s, die Berge rauf, eine alte Kohlemine besichtigen, die damals die Bevölkerung unten am Strand mit Loren beliefert hatte. Eine wirklich gefährliche Arbeit und so erstaunlich, was früher Menschen mit ihren bloßen Händen bewerkstelligen konnten.
Weiter die Westküste hoch, gingen wir einen schönen Walk! Der Weg mit dem Auto dorthin war schon ein wenig beschwerlicher. Dadurch, dass hier nicht ganz so viele Touristen unterwegs sind, muss man schon mal 15 Kilometer Schotterstraße auf sich nehmen! Aber wer langsam fährt, kommt gut an! Hier liefen wir zu einem wunderschönen Wasserfall. Während der 3 Stunden kamen uns nur 2 Personen entgegen, einfach schön diese Ruhe! Der Weg ging entlang eines alten Coal Mining Tracks. Wir liefen auf alten Schienen entlang und nach einem Tunnel entdeckten wir schließlich den Wasserfall mit Sicht auf eine Swingbridge. Wir badeten im klaren Wasser und genossen die frische Luft. Die kontrastreiche Pflanzenvielfalt sorgte für das letzte i-Tüpfelchen! Nach dem Rückweg ging es ans Meer zum Essen und fast allein genossen wir die frische Brise vom Meer und ließen den Tag ausklingen! Was für ein Tag!

Höhlen der Westküste

Am nächsten Tag sollte es abenteuerlich werden. Wir erkundeten die Fenian Caves, welche frei zugänglich sind. Dorthin führte ein toller Rundwanderweg. Die Natur und die Höhlen mit ihren Durchgängen sind wirklich voller Action!
Bevor es losging, mussten wir uns noch in ein Registerbuch eintragen, falls wir verloren gehen sollten! Die erste Höhle ging bestimmt 200 Meter hinein und wir hatten Stirnlampen dabei. Aber sobald wir die Lichter ausmachten, war es so dunkel, dass man nichts sehen konnte! Wir sahen Glühwürmchen aus nächster Nähe, an der Decke funkelten hunderte Tierchen, wie ein klarer Sternenhimmel! Minimale Spuren von Gold waren auch zu sehen! Leider fanden wir keinen Nuggets, aber der Anblick war schon was Feines! Durch die zweite Höhle führte der Wanderweg hindurch, es gab also kein Zurück. Im Berg gab es zahlreiche Wasserläufe. Hier musste man manchmal durch die Höhle krabbeln. Weit und breit sah man keinen Ausgang, nur das Rauschen von Wasser konnte man hören. Das kleine Licht auf dem Kopf wies uns den Weg. Ein wenig Abenteuer im Wald und man fühlt sich wie Indiana Jones ! In der 3. Höhle sahen wir riesige Insekten und danach gingen wir den tropischen Wald zurück um eine Nacht auf einem richtigen Campingplatz zu genießen! Voll schön war es dort. Duschen und Billard und eine richtig schöne Leseecke! Am nächsten Tag bestaunten wir die Moria Gate Arch und die Opara Arch, Bögen aus Stein. Hier gab es wieder eine gigantische Vielfalt an Vögeln zum Beispiel eine blaue Ente, die es nur hier gibt oder Vögel mit einem weißen Schwanz, die ihr Gefieder wie einen Fächer aufstellen können, voll putzig! Im Großen und Ganzen sind wir viel gelaufen, aber die Strecken merkt man überhaupt nicht, da es hinter jeder Ecke immer etwas Neues zu sehen gibt!

 

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