Great Walk Abel Tasman Nationalpark

Huka Falls

Auf auf, zu den Huka Falls bei Taupo, welche sehr bekannt sind und dadurch, dass immer noch Feiertage sind, leider völlig überfüllt! Hier fließt Wasser vom Waikato River in einer extremen Schnelligkeit durch eine kleine Schlucht! Das Wasser ist extrem blau und auch fürchterlich kalt! Als einen richtigen Wasserfall würden wir die Huka Falls nicht bezeichnen, aber da das Wasser so schnell fließt, sieht es so aus, als würde es fallen! Wir liefen an dem Fluss mehrere kleine Wege entlang. Sobald man seine Beine benutzen muss, werden es schlagartig weniger Menschen!

Zurück zur Erdbeerfarm

Ja, leider ging es noch einmal zurück zur Farm-> 250 km, da wir hier endlich unser Zertifikat abholen konnten um überall auch in den Städten kostenfrei auf den ausgewiesenen Plätzen campen zu dürfen! Da wir eine Dusche und Essen immer dabeihaben, wollen wir nur noch für Sprit, Essen und Attraktionen Geld ausgeben! Als wir ankamen, planten wir auf der Farm noch 2 Tage die Tour auf der Südinsel für 3 Monate, die vor uns lag! Unsere eigentliche Planung wich somit ein wenig ab. Denn eigentlich wollten wir ab Mitte Januar für 3 Monate auf einer anderen Farm arbeiten. Wenn wir im April erst mit Reisen begonnen hätten, wäre es auf der Südinsel schon sehr kalt gewesen und somit können wir den Sommer noch in vollen Zügen genießen Wir unterhielten uns mit dem Chef von der Erdbeerfarm, welcher uns einlud, 2020 im Mai für einen Monat zu arbeiten und ab September bis Dezember wieder während der Hauptsaison auszuhelfen! Da er keinen Gabelstaplerfahrer mehr hat, würde er Sepp den Führerschein bezahlen und Stephie würde auch einen besseren Job im Packhouse bekommen! Sepp würde die gesamte Lieferung am Tag betreuen und das ist ein Job, der nur von einer Person ausgeführt werden kann.

Mount Taranaki

Endlich ging es los, 3 Monate reisen! Ab zur Südinsel und Dinge sehen, die wir noch nicht das letzte Mal in Neuseeland gesehen haben! Wie gesagt, wenn wir Dinge auslassen und es euch trotzdem interessiert, stellen wir gern einen Link zu dem jeweiligen Blogeintrag rein. Nun geht es zu einem der schönsten Vulkane, die es gibt, finden wir! Der Mount Taranaki hat eine perfekte Spitzkegelform und ist meist mit Schnee bedeckt. Drumherum ist die Landschaft grün und es gibt nur diesen Berg nahe am Meer, wirklich wie im Bilderbuch! Wir wollten einen 4 – 5 Stunden Walk machen um einen See zu erreichen, worin sich der Mount Taranaki spiegelt. Leider hatten wir Pech! Regen und graue Wolken! Hier schlägt das Wetter jede Minute beim Berg um und es gibt kaum eine Gelegenheit, den Berg ohne Wolken zu sehen! Dadurch spazierten wir nachts ein wenig am Berg herum und da hatten wir Glück. Wir konnten ihn ohne Wolken fotografieren!
Ständig und überall versuchen wir auch immer den Kiwi zu finden. Der Klang vom Kiwi hört sich wie ein schreiendes Kind an, unheimlich! Hätten wir das nur früher gewusst, denn dieses Geräusch haben wir oft auf der Erdbeerfarm gehört! An unseren Stirnlampen haben wir Rotlicht integriert, da dieses die Kiwis nicht verscheucht. Drückt uns die Daumen, dass es mal klappt!

Wellington

Und schwupps sind wir schon unten an der Nordinsel und haben unsere Fähre zur Südinsel gebucht! 2 Tage hatten wir noch Zeit um ein wenig die Stadt zu erkunden! Wir sind wie gesagt nur auf freien Campingplätzen unterwegs, wo wir nichts bezahlen. Die Ausnahme bilden aber Städte, da gibt es meist nichts kostenlos. Diesmal haben wir aber ein schönes kostenfreies Plätzchen nur 4km außerhalb des Stadtzentrums am Meer ergattert.
Hier findet ihr auch einmal einen Blogeintrag, wo wir uns Wellington für längerer Zeit angeschaut haben. – > Wellington <- Es ist wirklich schön, auch ohne Plan mal gemütlich durch die Stadt zu spazieren und die gestressten Touristen, die nur 2-3 Wochen für Neuseeland haben und das arbeitende Volk zu beobachten. Dadurch, dass Hauptsaison ist, war fast alles auf den Fähren ausgebucht! Wir fuhren mit der Fähre nachts 2.30 Uhr los, eine ziemlich ungemütliche Zeit, aber dafür ist es um einiges günstiger, als über den Tag.

Südinsel

Früh am Morgen 5.00 Uhr erreichten wir die Südinsel. Da die Fähre nachts so leer war, konnten wir auf den Sitzbänken schlafen, auch wenn es ungemütlich war, besser als nichts! Unser Auto überstand die Überseefahrt auch ohne Probleme und das erste, was wir machten, war auf einem Campingplatz schwarz zu duschen Jetzt sind wir definitiv wieder im Backpackerleben angekommen! Nachdem wir frisch und munter waren, ging es Richtung Marlborough Sound. Hier ist es schon sehr interessant, extrem kurvenreich, aber absolut wunderschöne Landschaften. Der Urwald geht wunderschön in das Blaue Wasser über, die Vögel machen unglaublich komische Geräusche, weshalb wir öfter die Fenster herunter machten und anhielten um zu schauen, was das wieder für ein Tier ist! Zwischendurch legten wir noch einen Stopp an einer Bucht ein. Hier war ein kostenfreier Parkplatz, wo wir später übernachteten. Hier begann auch der Queen Charlotte Track, ein 71km bis zu 4 Tage langer Walk. Dies ist auf der Südinsel Gang und Gebe, ein Wanderparadies. Egal wo man hinschaut, an jeder Ecke gibt es Wanderwege. Herrlich, aber auch doof, weil es so viel Auswahl gibt, sodass man immer das Gefühl hat, etwas zu verpassen!
Einen winzigen Teil von dem Track sind wir an diesem Tag auch noch abgelaufen. Wir sahen auch einen Artgenossen vom Kiwi, einen Weka. Die sieht man hier aber sehr oft, da diese tagaktiv sind und wissen, dass es bei dem Menschen immer was zu holen gibt. Leider war der Tag sehr verregnet. Deswegen freuten wir uns auf unser trockenes warmes Zelt!

Die Marlborough Sounds

Jetzt hieß es, viel fahren um die Marlborough Sounds zu erkunden. Hier gehen extrem hohe Ausläufer der Berge ins Meer hinein und man bekommt wunderschöne Ausblicke geschenkt! Wir waren 3 Tage unterwegs und unternahmen kleine Wanderungen und schauten uns sehr viele Buchten an. Die Buchten waren meist so abgelegen, dass man keine Zivilisation vermutete. Doch waren am Ziel Ferienanlagen errichtet! Jede Bucht hatte ihren ganz eigenen Charme und man wollte immer die Badesachen anziehen und nur am Strand faulenzen! Der letzte Punkt war das Highlight der Fahrt und zwar der French Pass. Hier fährt man mit dem Auto beinahe Schluchten entlang, die sich runter zum Meer bis fast zum nördlichsten Punkt der Insel erstrecken! In dieser Gegend gibt es Delfine und sogar Orcas, was für uns ein Traum wäre, wir wollten schon immer Orcas sehen! Leider war gerade nicht die Saison dafür! Jetzt ging es nach Nelson, aber als Zwischenstopp hatten wir wieder einen schönen Campingplatz, der direkt am Fluss war und wir entspannten mitten in der Natur! Es gibt wirklich nichts Schöneres, als alles in einem Auto zu haben und mitten im Nirgendwo zu sein und dem Klang der Natur zu lauschen!

Nelson

Die erste große Stadt war Nelson. Stephie hatte Geburtstag und wie sich herausstellte, gab es auch ein Kino, also ab ins Kino und schön Popcorn und Chips essen, natürlich alles reingeschmuggelt!

Kleiner Tiefpunkt

Am nächsten Tag ging es Richtung Motueka. Die Sonne kam raus, kurze Hose und T-Shirt an und etwas zum Baden suchen, da Sepp jetzt eine Harpune und Schnorchel-Equipment gekauft hatte! Er möchte sich sein Abendbrot verdienen! Ob er da satt wird ! Kurz vor unserem nächsten Campingplatz passierte hoffentlich der größte Tiefpunkt mit unserem Auto! Einen riesengroßen Stein, fast faustdick, bekamen wir von einem LKW entgegen geschmettert, direkt in die Mitte der Frontscheibe! Das gab einen Schlag, wie wir es noch nicht erlebt hatten. Einen Motorradfahrer hätte es vom Motorrad gerissen! Ab zur Werkstatt, es muss eine neue Scheibe her! Natürlich war unsere Scheibe wieder die teuerste im Sortiment! Wir hatten sogar bei einer anderen Werkstatt ein Angebot eingeholt, aber da war es auch so teuer! So etwas ärgert einen immer sehr! Da gehen 3 Tage Arbeit auf der Farm in Bruchteilen einer Sekunde für das Auto drauf! Und wir haben ja nur 6 Wochen gearbeitet! Klar haben wir das einkalkuliert, aber gleich am Anfang war das schon sehr ärgerlich! Aber egal, Kopf hoch und lächeln. Das Auto wird wieder repariert und uns geht es gut, das ist die Hauptsache! Dafür gab es hier einen der schönsten Campingplätze seit langem, Duschen (kalt) mit Meer und wunderschöne Parkflächen kostenlos für Leute, die das Zertifikat für die Autos hatten! Wir freuten uns auf den nächsten Tag, denn wir wollten den Abel Tasman Coastal Track, einer der Great Walks, laufen!

Abel Tasman Nationalpark

Jetzt ging es zu unserem ersten Great Walk in Neuseeland. Hier sollte es im Abel Tasman Nationalpark an der Küste der Südinsel entlang gehen.

Organisation Abel Tasman Nationalpark:

Unser Plan war zu aller erst, alles ansehen und abwandern. Da aber viele Campingplätze belegt waren, haben wir uns entschieden mehr zu wandern, als die meisten anderen, welche sich für den Walk 5 Tage Zeit ließen! Wir wollten das Ganze ein wenig sportlicher angehen. 20-26 Kilometer würden wir jeden Tag gehen und dafür weniger Gepäck für nur 2 Tage quasi dabeihaben! Unser Plan ging auch auf. Wir starteten in Marahau und hörten kurz vor dem Ende in Totaranui auf und ließen uns vom Boot zurückfahren! Am Endpunkt des Walks gab es nämlich kein Wassertaxi bzw. eine andere günstige Rücktransportvariante, sodass wir nur 46km anstatt der 60km zurücklegten. Die Übernachtung buchten wir auf der Website, denn auf den Great Walks muss man alles buchen und es kostet auch nicht immer wenig. Deswegen passt es uns, die schnellere Variante zu nehmen! Nur mal für die Rechner, wir bezahlten für den Campingplatz (ein Platz für das Zelt) und für die Bootsfahrt zurück 162$, nur 2 Tage wandern und schlafen im eigenen Zelt! Aber die Erlebnisse waren es wert!

Abel Tasman Nationalpark – Tag 1

Voller Elan ging es in Marahau los. Hier kann man kostenfrei sein Auto abstellen! Wir wanderten beide mit Rucksack bepackt los und freuten uns auf zwei Tage Sonne und schöne Eindrücke! Am Anfang bemerkten wir gleich, warum es ein Great Walk ist! Die Wanderwege sind wirklich sehr sehr gute Wege, kein Beton aber schön ausgebaut! Jede Bucht, an der man ankommt und zelten kann (nur mit der Buchung verbunden) hat eine Toilette oder sogar Wasser! Wir haben, da man viele Flüsse hat, sogar eine kleine Filteranlage um Trinkwasser aus jeder Pfütze filtern zu können. Naja, besser zu gut vorbereitet als zu schlecht! Die Natur ist unfassbar laut. An jeder Kurve hört man Geschrei von Vögeln oder Insekten. Diese sind extrem laut, sodass man sich kaum unterhalten kann. Es gibt wunderschöne Ausblicke auf die Küste und Strände, die anderen tropischen Ländern sehr nahekommen! Die Flüsse sind sehr klar und unfassbar kalt! Sepp wanderte diesmal in seinen Sportschuhen, was sich kurze Zeit später als Fehler herausstellte. Er rieb sich nach 5 km die erste große Blase am kleinen Zeh! Beim nächsten Mal zieht er wieder die Wanderschuhe an, auch wenn es nur am Strand ist! Kurz vor Ende der ersten Etappe gab es auch vom Fluss geformte Pools, in welchen man baden konnte. Nur leider wurden hier in der Nähe Leute mit dem Boot hingefahren. Dadurch war es hier ziemlich überfüllt und man hatte nicht wirklich das Gefühl, mit Leuten an den Pools zu sein, die es sich auch verdient hatten, nach 20 km wandern hier zu sein! Aber die Pools waren richtig cool. Hier gab es auch eine Rinne, wo man wieder runterrutschen konnte. Aufgrund der jahrelang durch Wasser geformten Steine tut das Rutschen wirklich nicht an der Haut weh, so lustig! Trotzdem war Sepp einer der wenigen, die sich ins kühle Nass trauten, da das Wasser super kalt war! Die ersten 20 Kilometer gingen super schnell vorbei! Aber die letzten 6 Kilometer zogen sich schon sehr und als wir an unserem Platz nach 9 Stunden ankamen, bauten wir unser Zelt auf. Danach nur noch schnell Essen gekocht und am Strand den seltenen Papageien gelauscht und schon ging in einem wunderschönen Sonnenuntergang hinter dem Strand die Sonne unter. Ab ins Zelt und wunderbar geschlafen!

Abel Tasman Nationalpark – Tag 2

Aufstehen!!! 5.30 Uhr, die Sonne schien ganz leicht am Horizont. „Aua aua, mein Rücken meine Schulter, meine Füße, die Beine sind so schwer!“, wir waren die Ersten, die aufgebrochen sind, da wir nur unser Zelt abgebaut hatten und zum Frühstück gab es auf dem Weg ein paar Müsliriegel! Nach 4 Kilometern wurden wir wach und alle Schmerzen waren weg, nur Sepp sein kleiner Zeh tat wieder weh. Die Blase war aufgeplatzt und rohes Fleisch war zusehen, aber mit einem kleinen Zipfel Taschentuch drüber merkte er kaum was, also alles gut! Beim nächsten Mal Blasenpflaster mitnehmen! Die letzten 20 Kilometer ging es viele Male bergauf und bergab. Das bekamen wir auch in den Beinen zu spüren, man ist einfach nicht mehr ganz so fit, wie am Tag zuvor! Man darf ja nicht vergessen, wir haben beide jeweils über 10 kg Gepäck dabei! Im Durchschnitt kann ein Mensch am Tag 30 Kilometer laufen. Für jedes Kilogramm mehr auf dem Rücken, einen Kilometer weniger, aber nur, wenn die Wege entspannt sind. Bergauf ist es noch mal etwas anderes! An diesem Tag hatten wir wieder wunderschönes Wetter. Es ist herrlich, die Wälder mit ihren Farnen, die teilweise baumhoch am Wegesrand stehen, zu bestaunen. An diesem Tag kamen wir zu einer Bucht, an welcher man, wenn Ebbe ist, ein Paar Kilometer sparen kann, da man durch die Bucht, wo vorher Wasser war, durchwandern kann und sich somit den Umweg am Rand der Küste entlang spart. Wir haben Glück gehabt und alles hat super gepasst und dadurch waren es nur 20 Kilometer, die wir zum Ende des Punktes wandern mussten! Nach 15 km machten wir langsam schlapp, und wir sind der Meinung, wenn man die Strecke etwas entspannter laufen möchte mit schönen Pausen, sind 14-18 km am Tag völlig ausreichend, wenn man für mehrere Tage mit mehr Gepäck unterwegs ist! Am Ende kamen wir an einem riesigen Campingplatz an und es kam uns schon nach 2 Tagen wandern unreal vor, dass man erst 2 Tage weg vom Schuss war. Gleichzeitig versteht man auch wieder den Reiz, einfach weg zu sein von der Menschheit um für sich zu sein, sein eigenes Tempo zu haben und eins mit der Natur zu sein! Auch wenn mehr los war, als man sich gewünscht hatte, war es ein schöner Walk und wir freuen uns auf andere Walks! Danke Neuseeland dafür! Ab aufs Wassertaxi, die Heimreise zum Auto nach Marahau antreten! Jetzt bei der Rückfahrt bekommt man ein Gefühl, wie viele Buchten wir abgewandert sind! Die Bootsfahrt war echt cool, nur 8 Personen, alles Wanderer und der Skipper fuhr jede Küste ab, die wir bewandert hatten. Manchmal fuhr er sogar in kleine Schluchten hinein und da sahen wir kleine versteckte Lagunen und manchmal eine Robbe! Als wir am Hafen ankamen, ging es mit dem Speedboot auf die Straße, wie jetzt? Ja richtig, die fahren mit dem Boot auf einem Anhänger, der an einem Traktor befestigt ist. In Deutschland wäre das niemals möglich, glauben wir! Aber ein lustiger Abgang an diesem Tag! Den Tag darauf relaxten wir wieder auf dem wunderschönen Campingplatz. Denn es war Sonntag und somit konnten wir nämlich erst am darauffolgenden Tag unser Auto zum Scheibenaustausch in die Werkstatt fahren.

1 Comment

  1. Grandpa 19/01/2020 at 11:43 pm

    The report is very impressive and the photos are marvellous !!! Furthermore a good time!!!

    Reply

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.