Tongariro Alpine Crossing

Autoausbau

Endlich, die Arbeit ist geschafft! Am letzten Abend zu Weihnachten gab es eine fette Party unter Backpackern! Man kann sich vorstellen, wenn alle Leute nach vielen Wochen Arbeit endlich fertig sind, dass es jeder mal so richtig krachen lassen möchte! Der Abend war wirklich schön und auch wenn alles so extrem hart war, ist man ein wenig wehmütig, dass die Zeit vorbei ist! Am nächsten Tag ging es los, das Auto komplett fertig umzubauen um endlich das Self-Contained-Zertifikat für das Auto zu bekommen! In Neuseeland darf man auf kostenfreien Plätzen oder für einen kleine Gebühr nachts stehen, wenn man das Zertifikat dafür besitzt. An alle, die ständig fragen, ob das Zelt bequem sei: „JA“, es ist ein Träumchen nach 6 Wochen testen, schlafen wir besser, als je zuvor im Hotel! Das Zelt hat ja eine Matratze, 140 x 230 cm und es ist wirklich dicht, egal welches Wetter, es ist sogar für den Winter ausgelegt! Da haben wir wirklich in Qualität investiert! Bilder findet ihr natürlich unten auf unserer Seite!

Die nächste Farm?

Jetzt, nachdem das Auto nach 2-3 Tagen fertiggestellt war, haben wir noch das Zertifikat beantragt. Nun müssen wir noch 5 Tage darauf warten, da die es uns per Post zugesendet wird! Aber egal, während dieser Zeit können wir auch noch andere Campingplätze nutzen! Wir fuhren zur nächsten Farm, bei welcher wir uns beworben hatten. Genau das Gegenteil von unserer jetzigen Farm! Die haben ein ganzes Haus für uns mit Pferden um die wir uns kümmern sollen und hier müssen wir nur 5,5 Tage auf dem Feld arbeiten, wirklich schön! Die wollen uns aber 3 Monate am Stück haben, was wirklich sehr lange ist und wir würden sicher woanders noch mehr verdienen! Mal schauen, ob wir das wollen, da die Farm auch viel familiärer aber auch sehr freundlich ist! Entweder eine schöne Zeit und weniger Geld oder viel Geld und harte Arbeit, denn die alte Farm möchte uns zurück! Die haben Sepp sogar als einer der besten Arbeiter der Saison ausgezeichnet ✌️ Alter Streber, denn hier gibt es hunderte Arbeiter! Aber egal wie, Arbeit gibt es genug! Erst einmal 3 Wochen reisen!

Tongariro Alpine Crossing

Jetzt hatten wir einen Plan. Zuerst suchten wir den höchsten Punkt auf der Nordinsel in Neuseeland, welchen wir überqueren wollten! Dies ist der Tongariro Alpine Crossing Walk. Hier waren wir schon einmal vor 5 Jahren während unseres Urlaubs. Damals wollten wir diesen Walk aber spontan am Vormittag bei sehr bescheidenen Wetterbedingungen
laufen, ohne dass wir uns vorher informiert hatten! Wir hatten den Startpunkt nicht gefunden und kamen nur in einem Skigebiet raus 😀 Der Berg ist auch als Schicksalsberg aus dem Film „Herr der Ringe“ bekannt! Gesagt getan, 320 Kilometer in den Tongariro Nationalpark gefahren. Hier ist die Landschaft wieder ein wenig mehr mit Bergen behaftet, als in dem oberen Teil der Nordinsel. Der Nationalpark hat eine sehr schöne Landschaft mit seinen 3 großen Bergen/ Vulkanen. Diese waren tatsächlich noch bis in die 70er Jahre teilweise aktiv! Auf dem Größten Berg von allen, dem Mount Ruapehu, lag noch Schnee und wir fühlten uns im unteren Teil vom Tal pudelwohl. Vor der Wanderung übernachteten wir auf einem kleinen Campingplatz ganz in der Nähe. Erst einmal im Fluss baden, es war extrem kalt, bestimmt nur 5-8 Grad! Hier ist es schön und man hat seine Ruhe. Hier gibt es keinen Strom, nur kaltes Wasser. Dafür ist man mitten in der Natur und selbst dafür war er extrem voll! Komisch, aber wir fanden schnell heraus warum! Die Neuseeländer haben meist bis zum 5. Januar Urlaub und deswegen war alles überfüllt und auch der Track sollte morgen voller sein, als gedacht! Ach so, wir verbrachten unsere Silvesternacht unter dem Sternenhimmel und ruhten uns aus für die Besteigung am nächsten Tag!

Vorbereitung und die Wanderung an sich!

Da wir jetzt viele Tage hart gearbeitet haben, sind wir mental mehr als ausreichend für die knapp 20km Bergüberquerung vorbereitet, aber körperlich haben wir nicht richtig trainiert und haben mehrere Pausen bei dem 8-9 Stunden Walk eingerechnet! Wir schafften den Walk in 8 Stunden und mental war es wirklich nur ein Spaziergang! Aber körperlich merkte man schon, dass die Sohlen leicht gebrannt haben! Für ungeübte Wanderer würden wir es nicht empfehlen! Vor 4 Monaten ist erst jemand gestorben, da es doch ab und zu gefährlich sein kann und extrem anstrengend! Ja, die Wanderung an sich war atemberaubend und bisher eine unsererer Favoriten, mehrere Vulkane und herrlichstes Wetter! Wunderschöne Sicht auf die Landschaft und körperlich eine Herausforderung und ein Ziel, toll! Oben auf dem Gebirge kamen wir nach ca. 3 Stunden an. Wir sahen ein Plateau mit wunderschönen grünen und blauen Seen, dies gibt natürlich wunderschöne Fotos! Ein wenig nervig war es schon, dass gerade so viele Menschen unterwegs waren, aber trotzdem haben wir uns nicht davon stören lassen. Für den unerfahren Wanderer hören sich 20 Kilometer wenig an, aber wenn man noch über 1000 Höhenmeter überwinden muss, geht es ordentlich in die Beine! Im Großen und Ganzen kann man gar nicht erklären, wie wunderbar das Wandern ist, aber man hat wirklich Glücksgefühle und die Bilder sollten es schon ein wenig näher bringen.

Heiße Quellen

Am nächsten Tag schliefen wir schön aus und gingen noch einmal im Fluss baden. Sepp ging diesmal sogar komplett hinein, obwohl es wirklich eiskalt war! Anschließend ging es nach Taupo, zum Waikato River, wo wir uns heiße Quellen zum baden suchten um den Knochen vom Vortag ein wenig Ruhe zu gönnen! Hier trafen wir wirklich auf ein paar Leute, mit denen wir zusammen auf der Erdbeerfarm gearbeitet hatten und später trafen wir noch mehr bei McDonalds, einfach lustig! Wir entspannten viele Stunden im 37 Grad warmen Wasser und schwammen, wenn es uns zu warm war raus in den Fluss, welcher glasklar war um uns wieder abzukühlen! Endlich beginnt wieder das Backpackerleben, wofür wir so hart gearbeitet haben.

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