Zaberri Farm – die Erdbeerfarm

Neuseeland

Endlich angekommen in Auckland!! Als wir aus dem Flughafen rauskamen, ging die Sonne gerade auf. Es war leicht frisch und es wehte uns klare Luft um die Ohren! Hier herrscht endlich wieder Ordnung auf den Straßen! Unser Einreisevisum zum Arbeiten wurde am Flughafen genehmigt und somit war der wichtigste Teil geschafft!

Erster Kontakt zu den Backpackern

Wir fuhren mit einem Shuttlebus direkt nach Auckland hinein! Sepp findet die kleine Großstadt superschön, da der Sky Tower schon aus 50 Kilometer Entfernung zu sehen ist und die Stadt einfach extrem übersichtlich ist! Wir waren ja schon vor 5 Jahren hier und man muss schon sagen, es sind einige neue Hochhäuser dazugekommen! Hier wird fleißig gebaut! In unserer ersten Unterkunft kamen wir gleich in die Realität zurück, ein 10stöckiges Gebäude nur mit Backpackern. Alle haben vieles gemeinsam: kein Geld, suchen gut bezahlte Arbeit und ein Auto um reisen gehen zu können und um Spaß zu haben! Wir leisteten uns 5 Tage ein Einzelzimmer, da wir auf 10-Bettzimmer keine Lust hatten, aus dem Alter sind wir langsam raus  Ein Nachteil hatte das Zimmer aber, denn es gab keine Fenster und das ist wirklich doof. Nach wenigen Tagen haben wir es gehasst! Das Zimmer ist so klein und ohne Tageslicht hat man einfach keine Lust mehr auf diesen Raum und möchte nur noch raus, vor allem, wenn die Lüftung nicht mal funktioniert! Egal, wir wollten die nächsten Tage sowieso viel erledigen! Jetzt hieß es endlich was Essbares einkaufen um kochen zu können, das haben wir auf Bali vermisst! Wir kochten in der Gemeinschaftsküche und hier fiel uns auf, dass hier 100te Backpacker leben mussten, da an einer ca. 10 Meter langen 5 reihigen Leiste alle Essenbeutel jedes einzelnen Backpackers aufgehangen waren . Einfach nur riesig und die meisten Männer arbeiten hier auf dem Bau!

Organisation im Schnelldurchlauf!

Wir hatten uns schon aus Deutschland bei vielen Farmen beworben und auch Zusagen bekommen. Deswegen mussten wir ein wenig hin machen mit allem um eine Farm zu erreichen, welche uns eigentlich schon früher zum Arbeiten haben wollte! Aber wir wollten vorher noch alles organisieren: Bankkonto eröffnen, Auto kaufen und die Steuernummer beantragen um arbeiten zu dürfen! Dies hört sich zwar wenig an, ist aber ein Haufen Organisation gewesen und tatsächlich schafften wir das alles in 4 Tagen! Allgemein merkt man schon, dass wir viel erfahrener sind als früher und keine sinnlosen Wege mehr gehen, wo man Zeit verliert!

Autokauf

Ja, mit dem Auto haben wir diesmal „klein“ denken wollen. In Australien hatten wir einen großen Volkswagen t4, welcher uns ziemlich viel Kummer bereitete. Diesmal wollten wir es anders machen! Ein relativ gutes Auto und ein Dachzelt oben drauf, welches für 4 Jahreszeiten ausgelegt ist! Hinzukommt, dass wir das Auto so ausbauen wollen, dass man sich damit selber versorgen kann, man nennt das hier self-contained. Dafür braucht man ein Zertifikat, welches belegt, dass man überall campen darf. Hierfür benötigt man einen 24 Liter Frischwasser- sowie Abwasserkanister mit Spülbecken, einen Mülleimer und eine Toilette. Vielleicht bauen wir noch andere schöne Dinge ein !

Zum Schluss fanden wir einen Kombi der Marke Mitsubishi Airtrek mit sehr viel Laufleistung! 150.000 km und sehr gut gepflegt für neuseeländische Verhältnisse. Die Neuseeländer geben auf ihre Autos nicht so viel, wie wir Deutschen, obwohl einige schon fette Autos haben, fast wie die Amerikaner! Unser Auto haben wir auch vor dem Kauf komplett durchchecken lassen, um sicherzugehen, dass keine Probleme auf uns zukommen! Und dann haben wir das Auto noch gut runtergehandelt. In allem waren wir sehr glücklich mit dem Kauf und wollten jetzt schnell aus Auckland raus, da die Preise für Parkhäuser unfassbar teuer sind! Wir kauften in den nächsten Tagen Gepäckträger und das dazugehörige Dachzelt. Wir werden auch das Auto so umbauen, dass wir fließend warmes Wasser haben und einen Kühlschrank, welcher mit Gas betrieben wird!

Auckland

Natürlich haben wir uns noch einmal Zeit genommen um Auckland anzuschauen, denn es ist schon wirklich eine schöne Stadt! Es macht echt Spaß, nicht als Tourist möglichst hektisch alles sehen zu müssen, sondern einfach das Leben in Neuseeland genießen zu können, wenn man die Zeit dafür hat!

Als wir gemütlich durch Auckland am Hafen entlangschlenderten, sprach uns plötzlich jemand mit Elektrorollern der Marke „MeScoot“ an und fragte, ob er Fotos von uns machen könnte für Plakate und seine Homepage. Wir willigten natürlich ein, als Fotomodel zur Verfügung zu stehen. Die Roller haben schon echt Power. Hier herrschen keine Sicherheitsvorschriften für diese Fahrzeuge wie bei uns in Deutschland! Allgemein sieht man sehr oft, dass die Neuseeländer wirklich sehr sehr offen sind! Das ist einfach schön!

Nachdem wir so viel geschafft hatten, wollten wir jetzt aber auch Geld verdienen und fuhren am nächsten Tag auf die Erdbeerfarm, wo ein Teil unser Reisen hoffentlich finanziert werden sollte!

Zaberri Farm – die Erdbeerfarm

Die Erdbeerfarm liegt 30 Minuten von Auckland entfernt in Riverhead an der Riverheadroad 😀 https://www.zaberri.co.nz/ Das mittelständische Unternehmen hat knapp 200 Mitarbeiter, welche hauptsächlich während der Saison von September bis Ende Januar hier arbeiten. Das gesamte Jahr arbeiten hier aber nur etwa 10 Leute! Die Supervisor bestehen hauptsächlich aus Zaberri-Farm-Familienmitgliedern, den Zakeri´s, welche das Unternehmen leiten! Die Familie kommt laut unseren Recherchen höchstwahrscheinlich ursprünglich aus Afghanistan oder dem Iran und besteht aus 9 Kindern, der Mutter Fatima und dem Vater Omid. Die Kinder, die dort arbeiten heißen Boman (Boss), Shakerah, (Leiterin für Bestellungen und Abläufe), Shukreya ( Packhaus-Leiterin) und Shirin (zuständig für Finanzen). Mit 15 Jahren hatte Boman die Vision, als er in einem Erdbeerfeld saß und eine Erdbeere aß, eine eigene Erdbeerfarm zu gründen. Danach hat er sich viel belesen und nach einigen Absagen aufgrund seines Alters eigenes Land gekauft und mit 18 Jahren gründete er schließlich sein Unternehmen, wahnsinn!

Dann gibt es noch Heather, aus Australien, welche als Supervisor für die Saison hergekommen ist und u.a. Himbeeren in den Tunneln (Gewächshäuser ohne Wände) betreut. Auf den Feldern bei den Erdbeerpflückern gibt es auch noch Supervisor, die darauf achten, dass man schnell genug ist und ordentlich pflückt! Eigentlich alles im allem eine saubere Struktur! Das Unternehmen ist im Aufbau und möchte noch viel größer werden! Es gibt hier circa 1 Million Pflanzen und jeden zweiten Tag können die Erdbeeren gepflückt werden. 20% des Erdbeerbedarfes von Neuseeland deckt die Firma ab und sie beliefern auch Japan, Russland, Deutschland und sonst wohin!

Während unseres Aufenthaltes auf der Farm haben wir mit unserem Auto auf einem Parkplatz zwischen Packhouse und dem Erdbeerverkaufsstand im Dachzelt übernachtet, welches wir uns einen Tag nach dem Arbeitsbeginn gekauft hatten. Hierbei gab es dann einige Komplikationen, die eigentlich nicht hätten sein müssen. Uns wurde nämlich gesagt, dass wir in der Nacht bei dem Eisverkaufsstand und über den Tag 100 Meter weiter am anderen Ende parken sollen, da die Sicherheitskameras bei dem Verkaufsstand nicht funktionieren und wir damit ungebetene Gäste verschrecken würden, die angeblich schon einmal anwesend waren. Tagsüber würden wir aber ja die Kunden verscheuchen mit unserem Dachzelt und somit mussten wir die 100 Meter weiter entfernt parken! Das hieß also auch das Zelt jeden Morgen abbauen und am Abend erst ab 18.00 Uhr wieder aufbauen! Neben uns durfte noch ein zweiter Van parken. Frieda und Anny aus Zwickau gehörte das Auto und wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden. Stephie hat mit ihnen die meiste Zeit gearbeitet und am Abend haben wir unsere manchmal erschreckenden bzw. verstörenden Erlebnisse unseres Arbeitsalltages untereinander geteilt. Sie sind echt gute Freunde für uns geworden. So eine Arbeit auf dieser Farm schweißt einfach zusammen! Wir können echt froh sein, dass wir in unseren Autos übernachten durften, denn so haben wir pro Woche nur 40 NSD pro Person zahlen müssen. Der Rest der Backpacker musste in 2er oder 4er Kabinen schlafen, welche 100 – 120 NSD pro Person kosteten.

Picking und der Aufstieg

Als wir im Unternehmen ankamen, merkten wir gleich, dass hier Schnelligkeit oberste Priorität besitzt und Qualität nicht so extrem wie in Deutschland zählt! Die Maschinen laufen so schnell im Packhaus, dass fast niemand mal schnell was trinken kann. Auf den Feldern wird richtig Druck ausgeübt, wenn man nicht schnell genug ist. Aber wir haben immer alles geschafft, andere zum Teil nicht! Wir arbeiteten die ersten Tage auf dem Feld. Pflücken ist wirklich einfach, aber so heftig für den Rücken, dass ungeübte Pflücker höchstens 4 Stunden schaffen! Aber hier wird manchmal bis zu 10 Stunden gepflückt! 10 Minuten Frühstücks- und 30 unbezahlte Mittagspause! Aber man hält es durch, wenn man Musik oder Hörbücher hört! Von 100 Leuten können ungefähr 20 diesen Job länger als 2 Wochen ausführen! Die anderen fahren oder werden gekündigt! Da wir schon ein wenig älter sind und wir in den ersten Tagen nur 6 Stunden Arbeit hatten, gingen wir ins Office und wollten mehr Arbeit! Die erste Extraarbeit, die wir bekamen, bestand aus Himbeerpflücken und deren Pflege. Hierbei mussten wir die Himbeersträucher in V-Form ansehnlich hochklippen oder das Bewässerungssystem reinigen. So konnten wir bis zu 10 Stunden am Tag arbeiten! Später fragten sie Sepp, welche Führerscheine er besitze und so war er die nächsten Tage der Lieferant zum Teil für größere Supermarktketten oder kleinere Bauern, welche die Beeren weiterverkaufen. Nebenbei arbeitete Sepp im Packhaus. Hier wird am Fließband gearbeitet. Die schwierigste Arbeit besteht aber darin, die Behälter mit den Erdbeeren mit einem Hand-Hubwagen hineinzufahren. Denn leider besitzt er keinen Gebelstapler-Führerschein. 400 kg wiegt so ein Behälter und Sepp hat sich so wie die anderen sogar die Füße wundgerieben. Man fährt bis zu 80 Behälter rein und raus jeden Tag! Ein wirklich harter Job! Nebenbei hat Sepp alles andere gemacht und direkt nach einer Gehaltserhöhung gefragt und diese auch bekommen! Interessant war, dass nach 1 Woche Sepp überall arbeiten konnte! Einem Mitarbeiter hat das sehr gestört, dass Sepp manchmal dadurch bis zu 85 Stunden Arbeit hatte in der Woche! Deswegen musste er sich für einen Job entscheiden, also entweder Fahrer oder Packhouse-Arbeiter und nun fuhr er jetzt nur noch Ware aus! Fast hätten sie ihn mal in einen 11-Tonner (großen LKW) gesetzt und losgeschickt, aber den darf er nur auf dem Privatgrundstück fahren um alte Beeren wegzuschmeißen, denn sein Führerschein ist nur bis zu 7,5 Tonnen zulässig! 2 Tage später wurde er aber wieder im Packhouse eingesetzt, da er wieder gebraucht wurde. Struktur war mal wieder hier fehl am Platz! Stephie arbeitet aber auch bis zu 75 Stunden in der Woche! Sie wurde auch für ein paar Wochen im Packhouse für Spezialaufgaben eingesetzt: Labelaufkleber auf die Erdbeerverpackungen in Akkordarbeit aufkleben, Erdbeerkisten umpacken, Erdbeeren für das dort vor Ort verkaufte Erdbeereis  in kleine Stückchen zum Gefrieren schneiden, das Packhouse reinigen, die Erdbeerverpackungen desinfizieren am oberen Rand, damit sie besser für die Verpackungsfolie kleben (denn es wurde der falsche Kleber geliefert und somit hielten die Verpackungsdeckelfolien nicht mehr genug ), Rejects (vergammelte oder matschige Erdbeeren) aussortieren u.v.m…. Wie kommen wir auf die Stunden? Ganz einfach, wir arbeiten 7 Tage die Woche! Sind ja nur 6 Wochen durchgängiges Arbeiten! Es ist sehr hart, aber es ist halt bares Geld, auch wenn es nur Mindestlohn ist zuzüglich 8% holiday pay! Wie gesagt, hier brechen von 10 Leuten 9 frühzeit ab!

Schattenseiten bei der Farmarbeit

Ja, wie überall gibt es in diesem Unternehmen große Konflikte. Ein Unternehmen, welches sich vom mittelständischen Unternehmen zum Großunternehmen entwickeln will, ist immer ein riesengroßes Problem! Die Organisation geht hier drunter und drüber und das schlimmste ist, wenn die Alten mitmischen! Sie bringen alles durcheinander und der junge Chef (er ist erst sage und schreibe 26 Jahre alt!), musste die schon öfters in den 6 Wochen in ihre Schranken weisen und hat nur Stress mit ihnen, weil sie sich immer mit einmischen und auf die schnell wachsende Unternehmensstruktur nicht richtig zurechtkommen! Eins steht fest, man wird hier sehr viel angeschrien. Teilweise führt man sinnlose Arbeiten aus und Geld wird überall nutzlos verbrannt! Wir glauben nicht, dass dieses Unternehmen weiter aufblühen kann, wenn es nicht langsam an den kleinen Baustellen arbeitet!

Eine Supervisorin aus Australien hat sogar frühzeitig gekündigt, da sie mit der Mentalität der Mutter und des Vaters nicht zurechtkam. Beleidigungen während der Arbeit in den Tunneln standen auf der Tagesordnung der Mutter. Sprechen durfte man nicht. Viele englische Wörter kannte sie nicht, aber diese Wörter mussten wir jeden Tag hören: „Faster, faster!“, „all rubbish!“, „small money“, „all work done, go home!“, „no good!“ Auch eine Supervisorin vom Erdbeerpflücken hat während unseres Aufenthaltes freiwillig gekündigt, da die Mutter sie immer beschuldigte, sie telefoniere zu viel. Die Telefonate waren aber immer arbeitstechnisch bedingt, da Absprachen zwischen Feld und Packhouse getroffen werden mussten.

Die schönen Seiten

Jeden Morgen früh 6 Uhr ging die Sonne langsam auf, die Vögel erwachten, einfach schön, so früh zu beginnen, auch wenn man noch verschlafen ist. Im Packhaus gibt es einen alten Mann, der immer pünktlich zur Öffnungszeit seine Erdbeeren abholt und vorher genau begutachtet. Er trägt eine Mütze mit dem Namen „Strawberry Man“. Sepp hilft ihm immer gern jeden Tag seine Erdbeeren rauszusuchen!

Der Chef Boman ist der Hammer. Er hört jedem zu, merkt sich alles (auch die Namen) und nimmt auch von jedem Fragen entgegen und versucht sie zu lösen! Selber packt er auch immer noch mit an, obwohl er ständig telefoniert! Sepp hätte auch sein persönlicher Assistent sein können, aber dankte und sagte ab, da die Struktur hier einfach viel zu anstrengend ist! Die haben sogar gefragt, ob er nach der Saison wie ein Supervisor arbeiten könnte! Aber wir haben uns gesagt, dass es uns erst einmal reicht auf dieser Farm. Wir wollen lieber auf eine etwas kleinere Farm und nicht jeden Tag bis zum Umfallen arbeiten, weill anders darf man es hier nicht!

Einige sehr gute Arbeiter, u.a. wir wurden vor zwei Wochen in einen Freizeitpark Rainbow´s End in der Nähe von Auckland eingeladen. Sepp konnte an dem Tag leider nicht dabei sein, da „spontanerweise“ noch eine Erdbeerlieferung reinkam. Er bekam dafür ein Eis 😀

Der Park war eher für Jüngere ausgelegt, aber auf manchen Fahrattraktionen hat der Bauch schon sehr gekribbelt. Es war auf jedenfall eine gelungene Abwechslung zum Arbeitsalltag und Stephie musste an diesem Tag nur bis Mittag arbeiten.

Um danach auch noch einmal aus dem Alltagstrott nach der Arbeit zu entkommen, haben Frieda, Anny und Stephie beschlossen, in dem Wald, wo zum Teil die Erdbeeren gepflückt werden, zu wandern. Sonst haben wir die 6 Wochen nur die Farm, den Supermarkt oder die Laundry (Wäscherei) gesehen 😀 Wir wollten aber einen anderen Eingang in den Riverhead Forest finden, als der zu den Erdbeeren führte. Wir machten uns also mit Google Maps auf den Weg und liefen erstmal spontan los. Die erste halbe Stunde ging es nur durch den kleinen Ort Riverhead und egal in welche Straße wir Richtung Wald abbiegen wollten, kamen wir nur an privaten kameraüberwachten Roads an. Nach gefühlt einer Stunde fanden wir einen frischgemähten Rasen mit einem kleinen Trampelpfad. Dieser Rasen sah auch privat aus, aber da diesmal kein Verbotsschild vorhanden war, riskierten wir es. Der Weg entpuppte sich als schöner Wanderweg, der leider jedoch im Nichts endete, bergab gab es nur abgeholztes Land, auf dem überall 100te Baumstämme herumlagen. Es hieß also, einige Kratzer in Kauf nehmen und über das abgeholzte Land wieder Richtung Tal laufen. Auf dem Weg dorthin fanden wir zum Glück eine Farm und betraten diese nicht sehr unauffällig, da Stephie beim Übersteigen des Zaunes einen Teil ausversehen zerbrach. Dort war ein junger Mann, welcher uns erst verwundert anschaute, da wir bei ihm total verschwitzt ankamen. Er bot aber sofort seine Hilfe an und fuhr uns wieder zur Erdbeerfarm, da die Straße wieder eine private war 😀 Er erzählte uns auch, dass sich öfter bei ihm Menschen verirren, sogar einmal 2 Uhr in der Nacht!

Kurz vor Weihnachten wurden wir von Boman auch noch einmal überrascht. Als Stephie vom Unkraut nach strömenden Regen mit 2 Inderinnen und Frieda und Anny zur Farm gelaufen sind, hatte Boman uns gesehen und sich spontan überlegt, uns 4 (inklusive Sepp), außer die Inderinnen zum Essen einzuladen. Wir bestellten Fish & Chips und Burger mit Pommes und damit fuhr er mit uns in seinem neuen Land Rover direkt ans mehr. Der vorher bescheiden beginnende Tag wurde dann doch noch zu einem schönen Erlebnis.

Frohe Weihnachten an alle unsere Freunde und Familienmitglieder

Dadurch, dass wir 7 Tage bis zu 18 Stunden am Tag arbeiten, bleibt alles stehen und liegen! Wir werden den Blog natürlich wieder beginnen, sobald wir am 24. Dezember fertig sind mit der Arbeit! Aber macht euch keine Sorgen, wir haben hier zu Beginn Frieda und Anny als Freunde kennengelernt und machen uns ein paar richtig schöne Tage zusammen am 25.-27.12.! Am 24. bleiben wir zum kostenlosen Barbecue auf der Farm und werden schön auf die letzten erlebnisreichen 6 Wochen anstoßen! Freunde sind so wichtig, nur durch sie kann man so eine Zeit überwinden! Also genießt die Zeit mit euren Freunden und eurer Familie und alle, die an uns denken, wir freuen uns super doll wenn ihr uns schreibt! Frohe Weihnachten euch allen zusammen!

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