In den Winter Neuseelands

Thermalbad in Hanmer Springs

Da wir auf der Salatfarm gekündigt hatten, ging es weiter mit dem Reisen. Nach 2 Wochen harter Arbeit wollten wir uns etwas Gutes tun und zwar die schönen Thermalbäder von Hanmer Springs besuchen. Inmitten der Südinsel befindet sich das Örtchen, welches von einer Hochgebirgslandschaft umgeben ist, hier waren Schnee und Minusgrade angesagt. Die Bäder sind einfach himmlisch gewesen. Temperaturen bis zu 43 Grad versprechen mehr als Erholung und wir ließen einfach die ganze Arbeit wegtreiben vor Entspannung. Die Nacht im Zelt mit unseren Schlafsäcken war kein Problem, nur doof war, dass es am Vortag geregnet und geschneit hatte und somit unser Zelt gefroren war, ein einziger Eisblock! War schon verrückt! Um warm zu werden, machten wir hier eine kleine Wanderung in einem nahegelegenen Wäldchen, in welchem kleine Holzschnitzfiguren aufgestellt waren. Wie in Deutschland, genießt man aber auch hier das kalte Wetter. Frische klare Luft und wunderbare Sicht auf die Berge, die mit Schnee beladen sind, einfach schön.

Christchurch

In Richtung Christchurch wurde das Klima zum Glück wieder etwas milder. Die Stadt ist eine der größten Städte Neuseelands, welche wir vor 5 Jahren schon besucht hatten. Aber was hier in den letzten Jahren passiert ist, ist der Wahnsinn. Die Innenstadt wurde komplett neu aus dem Nichts gestemmt und alles sieht architektonisch überlegt und schön aus. Das provisorische Containerviertel ist nun passé. Viel Grün und schon ein wenig Großstadtfeeling, was auch manchmal guttut, wenn man immer nur auf dem Land und in der Natur unterwegs ist. Wir campten am Strand von Christchurch und hatten einige Dinge, die wir in der Stadt erledigen mussten. Zudem staubten wir eine gratis Dusche am Flughafen ab 😀 Natürlich schauten wir uns die Stadt auch an. Wie gesagt, diese ist wirklich richtig schön geworden und gehört jetzt zu einer der schönsten Städte finden wir. Wir besuchten auch ein Denkmal mit weißen Stühlen. Hier wird an die Menschen erinnert, die bei dem letzten Erdbeben verstorben sind. Schön, dass an die Menschen gedacht wird, auch wenn alles neu aufgebaut wird. Wir machten auch noch einmal einen kleinen Abstecher auf die Halbinsel Akaroa. Dort mieteten wir uns ein Kanu und genossen die umliegende Landschaft. Weiter ging es den Süden runter und es wurde immer kälter!

Am nächsten Tag fuhren wir zu den Elephant Rocks, schöne Felsen, die tatsächlich wie große Elefanten aussehen. Hier ist wieder die typische Landschaft von der Südinsel zu sehen, braune hohe Berge, die ausschließlich mit Gras überzogen sind.

Pinguine und Moeraki Boulders

Nun ging es zu einem Strand am Katiki Point, wo wir uns einen Leuchtturm ansehen wollten. Einzigartig ist hier eine kleine Landzunge, in der Seelöwen, Robben und Gelbaugenpinguine leben. Die Pinguinart ist eine ganz besondere, da es von dieser nur ca. 4.000 Pinguine auf der Erde geben soll. In der untergehenden Abendsonne fanden wir endlich ein sich sonnendes Exemplar und konnten so schöne Bilder von ihm machen. Einfach zuckersüß dieses kleine Geschöpf.

Ja, die Moeraki Boulders hatten wir schon einmal gesehen. Aber diesmal wollten wir zum Sonnenaufgang da sein. Wir wurden belohnt und konnten wunderschöne Bilder machen. Die Farben sehen schon beinahe unecht aus, wenn die Wintersonne langsam aufgeht. Wir konnten sehen, wie sich der Himmel langsam rosa färbte und dann die Sonne langsam am Himmel den Tag begann. Ein Traum für jeden Fotografen. Allgemein stehen wir jetzt immer vor dem Sonnenaufgang auf, da so immer die schönsten Bilder entstehen und weil sonst der Tag einfach zu kurz wäre. Die Sonne geht momentan 8.30 Uhr auf und 17 Uhr schon wieder unter. Also ist der Tag nicht all zu lang.

Dunedin

In Dunedin fuhren wir zuerst zu einem Surf Shop, wo man für 3 Dollar duschen konnte. Jetzt muss man nicht mehr ganz so oft Duschen wie im Sommer, aber nach 4 bis 5 Tagen wird es wirklich höchste Eisenbahn 😛 Danach schauten wir uns kurz das Stadtzentrum an und genossen eine schöne Aussicht auf das Städtchen, dann aber wieder schnell in die Natur, denn wie ihr wisst, verschlägt es uns nicht immer sehr lange in eine Stadt. In der Nähe gab es den 40 minütigen Tunnel Beach Walk, welcher zu einer schönen Bucht führte. Wirklich schön dieser Spot.

Die Catlins und ein wenig Horror in Höhlen

Die nächsten zwei Tage reisten wir weiter nach Süden. Dort kamen wir in das Gebiet der Catlins, eine dicht bewaldete Küstenlandschaft, welche mit unzähligen Highlights besticht. Wir schauten uns Nugget Point Lighthouse, Jack´s Blowhole und den Purakaunui Wasserfall an. Am nächsten Tag erkundeten wir die Curio Bay, wo Reste eines 160 Millionen Jahre alten versteinerten Waldes liegen.

Das nächste Ziel waren die Clifden Limestone Caves. Diese Höhlen sind mal wieder ganz
typisch für Neuseeland, einfach hineingehen ohne Eintritt zu zahlen. In Deutschland wäre so etwas ohne Sicherheitsvorkehrungen undenkbar. Man kraxelt 40 Minuten durch Spalten und Gänge Meter tief unter Tage, ohne einen Menschen zu sehen. Einmal war es so eng, dass Sepp überlegte umzukehren. Die Gänge wurden danach aber zum Glück immer ein wenig größer. Fast zum Schluss war ein zwei Meter tiefer Pool, an dem wir gerade so am äußersten Rand entlang klettern konnten. Im Winter war das Wasser eiskalt und das Gestein natürlich auch. Aber durch ständiges Durchzwängen wurde man schnell warm. Am Ende musste man mehrere Leitern überqueren um wieder zum Ausgang zu gelangen. Puuh, wieder Licht! Das war wieder ganz schön abenteuerlustig.

Da das Wetter für die kommenden Tage nicht so mitspielen wollte, Minusgrade und Dauerregen, wollten wir uns mal Luxus gönnen und eine Unterkunft in Te Anau für die nächsten 3 Tage nehmen, bis die Sonne wieder vorkommt. Ein Segen sagen wir euch, 4 warme Wände um einem herum zu haben mit Strom, Warmwasser und Internet.

 

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