Whitsundays

Airlie Beach

Die schönsten Inseln Australiens bei schlechtestem Wetter. Wir kamen in Airlie Beach am Abend an und schauten uns nochmal gemütlich die Stadt an und fanden sogar die Stelle, wo wir uns letztes Jahr, als wir Richtung Brisbane fuhren, am Strand geduscht hatten und erwischt wurden als wir schwarz zelteten Schon lustig, wie die Zeit verstreicht und wie unterschiedlich die Motive am Anfang der Reise und fast zum Schluss sind. Wir wollten eigentlich die Whitsundays auslassen, da wir sehr viele schöne Inseln und Strände gesehen haben. Aber da wir immer ordentlich gefahren sind, haben wir es uns gegönnt, die schönsten Inseln an der Ostküste zu bestaunen. Wir buchten nur eine kleine Tour, denn wir hatten keine Lust auf die 3 Tagestour, weil es ja dann in Cairns nach dem hoffentlich sehr baldigen Autoverkauf zum Ende unserer Reise 3 Tage auf ein Boot geht, um tauchen zu gehen.

Whitsundays

Deswegen entschieden wir uns für die flottere Art und fuhren mit einem Speedboot, was wirklich richtig gaudi machen sollte. Wir wurden am darauffolgenden Tag abgeholt und jetzt ging es gleich zum Hafen. Eigentlich sollte den ganzen Tag die Sonne scheinen, aber bei unserem Glück war es tief grau den ganzen Tag. Wir fuhren los, um uns auch die anderen Inseln der Whitsundays anzuschauen. Das Boot sprang manchmal sogar aus dem Wasser, was wirklich Erschütterungen bis in Mark und Bein gab, das fetzte richtig. Nachteil war, dass die Gischt alle Leute nass machte und durch den Fahrtwind alle richtig unterkühlte. Dadurch haben wir alle schon am Schnorchelpunkt gefroren. Jetzt trotzdem rein ins Wasser und die Unterwasserwelt bestaunen. Siehe da, wirklich unglaublich viele unterschiedliche Hart-und Weichkorallen. So viel hat Sepp noch nicht einmal beim Tauchen in Cairns gesehen. Abertausende Fische verzauberten uns eine Stunde und dann ging es durchgefroren ohne Wechselklamotten und nassem Handtuch wieder an Board. Jetzt ab zu den Whitsundays, wo eigentlich bei niemandem mehr Stimmung aufkam, obwohl hier das schönste blaue Meer mit dem tollsten weißesten Strand der Ostküste war.

Hill Inlet Lookout

Der bekannte Hill Inlet Aussichtspunkt über die Inseln ist wirklich ein Traum, man sieht, wie sich das blaue Wasser durch den weißen Sand schlängelt. Jedoch war bei uns offenbar noch Flut, sodass uns der Großteil des weißen Sandes vorenthalten blieb. Man muss aber sagen, dass trotz grauem Himmel die Natur einem ein unglaubliches Bild darlegt. Wir schlenderten gemütlich durch den weißen Sand, der sich wie Mehl an den Füßen anfühlte und fuhren für die letzten zwei Stunden hinüber zum Whitehaven Beach, wo es Lunch gab. Hier machten wir auch noch einen Walk, um wieder warm zu werden und bestaunten die Insel von oben. Die Leute, die keinen Walk machten, lagen alle eingemummelt mit Handtüchern am Strand und warteten auf die Heimkehr… So sollte es eigentlich nicht laufen ! Wir fuhren einen anderen Weg zurück an den Hafen und durchfuhren von den Whitsundays einen Bereich, wo es die höchsten Wellen gab. Hier waren die Wellen wirklich höher, als das Boot und man musste zwischen Felsklippen hindurch, welche wirklich dicht am Boot waren. Der Kapitän wartete, bis wir am Scheitelpunkt der Welle standen und gab Vollgas. Jetzt düsten wir auf der Welle hindurch und es war ein echt mulmiges Gefühl… Ein paar Lichtstrahlen offenbarte uns endlich auf dem Heimweg die Sonne. Wir fuhren in spiegelglattem Wasser mit Sonnenuntergang nachhause. Die Tour wäre wirklich ein Traum gewesen mit Sonne, aber so schauten wir in viele nicht so glückliche Gesichter nach der Tour und fast alle hatten blaue Lippen und zitterten. Uns wurde gesagt, es sei der einzige Tag ohne schlechtes Wetter. Aber am darauffolgenden Tag schien nur die Sonne, obwohl der Wetterbericht das Gegenteil behauptete. In Australien kann man sich nicht wirklich auf den Wetterprognosen verlassen !

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