Uluru / Ayers Rock

 

Mount Conner

Endlich am bekanntesten Symbol von Australien. Von Alice Springs zum Uluru / Ayers Rock waren es nur noch 500 Kilometer. Über die Strecke davor ist nicht viel zu berichten. Hier galt es, das Lenkrad einfach festhalten und Augen zu und durch…! Wir nahmen uns kurz davor einen freien Campingplatz, wo man aus der weiten Entfernung den Felsen schon sehen konnte. Wir dachten schon 100 Kilometer davor, dass wir den Ayers Rock sehen, aber es war nur der 350 m hohe Mount Conner, welcher fast genauso aussieht, wie der Rote Berg. Er hat nur mehr Abrundungen nach unten hin und ist 2 Meter höher. Quasi voll die Verarsche, man kann jedes zweite Touristenauto anhalten sehen und jeder denkt, es sei der Uluru. Der Mount Conner ist auch nur per Allrad erreichbar, dadurch machten wir nicht nochmal einen Zwischenstop.

Uluru / Ayers Rock

Am Anfang unserer Rundreise haben wir uns gesagt, dass wir die tausenden Kilometer vielleicht sparen wollen und einfach den Uluru auslassen. Aber als wir ihn zum ersten mal dann sahen, war der ganze Fahrstress abgeschüttelt und man war glücklich, dieses Ziel erreicht zu haben. Ein paar Eckdaten gibt es natürlich auch zum Uluru: er ist 348 Meter hoch und hat einen Umfang von knapp 10 Kilomtern. Diese kann man mit dem Fahrrad, per Fuß oder sogar mit dem Auto bewältigen. Der Berg gehört den Aborigines, ist aber an den Staat zu touristischen Zwecken bis 2076 verpachtet worden. Dafür sind die Eingeborenen an den Parkeinnahmen beteiligt. Der Berg ist sehr heilig für die Aborgines, da hier deren Traumzeitwesen ruhen sollen und somit ist es ihnen verboten, den Berg zu besteigen. Natürlich machen es trotzdem viele Touristen mit dem Helikopter oder mit einem Weg, der mit Laufzaun bis hinauf führt. Wir haben den Berg nicht bestiegen! Aber einen Tag davor ist ein junger Mann hinauf, jedoch abgerutscht und hundert Meter hinuntergefallen. Er hat aber zum Glück überlebt und musste mit dem Helikopter gerettet werden. Auf diesem Berg sind leider schon viele Menschen gestorben, weil der glatte Fels immer wieder unterschätzt wird. Um den Ayers Rock ist auch der Uluru National Park der sich über 1200 Hektar hinzieht. Inbegriffen sind auch die 36 Felskuppeln der Kata Tjutas, auch Olgas genannt (viele Köpfe), welche unter der Erde mit dem Ayers Rock verbunden sind. Sie erreichen eine Höhe von bis zu 550 Metern. Aber trotzdem sind sie aus viel grobkörnigeren Stein, als ihr Bruder. Wir wanderten an den Steilhängen vom Uluru entlang und schauten uns die beeindruckenden Skulpturen und Felswände an, welche wirklich interessant sind. Wir haben sogar ein Loch gefunden, welches wie ein perfektes Herz aussieht.

Kata Tjutas

Nach einem halben Tag am rote Riesen,ging es nochmal 40 Kilometer rüber zu den Kata Tjutas, welche viele schöne Wanderwege beinhalten. Hier gibt es die Walpa Gorge, welches eine riesige Schlucht darstellt, die ausgewaschen wurde über Millionen von Jahren. Stephie stand einmal direkt davor und sah wie ein kleiner Punkt aus !

Valley of the Winds

Jetzt ging es noch zum Valley of the Winds, welches wirklich empfehlenswert ist. Im Sommer wird der Wanderweg ab 11 Uhr morgens geschlossen, aber da wir im Winter hier sind, blieben wir von dieser abartigen Hitze verschont. Wir bestaunten zwei Lookouts, wo man in riesige Schluchten hinunterschauen konnte und diese hatten durch die langsam kommende Abendsonne ihren ganz eigenen Charme. Ein Muss, wer sich ein wenig bewegen möchte. Hinzu kommt, dass der ganze Massentourismus lauffaul ist und man fast immer alleine ist, was wirklich entspannend ist. Jetzt aber schnell zur Sunset Viewing Area vom Ayers Rock, welche schon komplett überfüllt war, als wir kamen. Jetzt machten wir Abendbrot und genossen, wie der rote Riese noch farbenprächtiger wurde und dadurch eine unglaubliche Intensivitität austrahlte, hammer!

Milchstraße

Nach einem Tag ging es zurück zum Campingplatz, wo wir wieder einen unglaublichen Sternenhimmel hatten. Wir haben noch nie so gut die Milchstraße gesehen… Besonders beeindruckend ist, dass es ohne Lichtquellen noch viel heller erscheint, da die tausenden Sterne leuchten. Im Großen und Ganzen kann man den Uluru in einem Tag machen, aber wer gemütlich machen möchte, sollte sich schon zwei Tage nehmen. Die Frage, ob es sich lohnt, bis hier her zufahren? Ja!!!

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