Katherine nach Alice Springs

 

Mataranka und seine Quellen

Jetzt war unser neues großes Ziel die Stadt im Herzen Australiens. Ganz einfach 1200 Kilometer geradeaus und wir sind da ! Die Strecken sind echt ätzend, aber wer kann schon sagen, dass er Australien umrundet hat… Dazu gehören auch die Wege, wo man 500 Kilometer ohne Kurve fährt… Aber was wir voher erlebten, erfrischte uns nocheinmal vor dem trockenem Outback! In Mataranka gab es auch sehr viele Quellen, die nochmal schöner als die in Katherine sind. Hier enspannten wir bei weit über 35 Grad Wassertemperatur in den Bitter Springs und machten unglaublich schöne Unterwasserfotos. Nach dem Wellnessvormittag hieß es jetzt aber, ab zum nächsten freien Campingplatz! 100 Kilometer später stand die Polizei auf der Straße und hielt jedes vorbeifahrende Auto an und sagte jedem etwas. Uns wurde erklärt, dass ein glatzköpfiger Aborigine aus dem Gefängnis ausgebrochen sei und wir nicht anhalten sollten, wenn er auf die Straße kommt und uns anhalten möchte… Er sei bewaffnet und hätte schon Menschen umgebracht! AHHHHH!

Daly Waters Pub

Jetzt fuhren wir aber mit mulmigem Gefühl im Magen weiter und nahmen doch den Campingplatz neben dem historischen Daly Waters Pub zum übernächtigen, wo man für nur 8$ wirklich einiges geboten bekommen hat. Sepp trank seit langem mal wieder ein Bierchen und wir genossen das Ambiente, während über 100 Leute in dem wirklich schönen Vorgarten Party machten. Der Pub war eigentlich nur mit schrott dekoriert, wie es sich gehört. Man hatte eine Ecke mit Flaggen aus allen Ländern und noch dazu Nummernschilder, sogar aus der DDR ! In der anderen Ecke trumpften hunderte Unterhosen oder BH’s. Auch gab es einen Bereich mit unterschiedlichsten Banknoten aus aller Welt, auf der sich jeder mit seinem Geldschein verewigt hatte, damit, falls er wieder kommt, schon für das nächste Getränk gezahlt hat. Hier im Herzen von Australien sind eigentlich nur die Männer an der Bar und die Frau zuhause am Herd sagt man… Aber die Touristen haben das ganze ein wenig aufgefrischt. Nach einer fetten Pommes und vom Buffet gemopsten Salat (den Teller hatten wir ja ) ging es sicher ins Bett, ohne dass ein Ausgebrochener uns auf die Pelle rücken konnte !

Devils Marbles und Alice Springs

Am darauffolgenden Tag hieß es Kilometer schrubben… Da gibt es nicht viel zu reden… Nur, dass man sehr müde wird und dass wir uns beide alle 100 Kilometer beim Fahren abwechselten. Und da gibt es wirklich wieder viele Verrückte, die diese Strecke mit dem Fahrrad bewältigen… Hauptsächlich Männer ! Am übernächsten Tag ging es nach Alice Springs. Voher jedoch hatten wir seit langer Zeit endlich mal wieder etwas zu bestaunen. Die sogenannten Devils Marbles (Teufelsmurmeln), extrem große und runde Steinkugeln, die mit dem roten Sand förmlich verschmelzen. Die sehen wirklich teuflisch gut aus… Wirklich beeindruckend, was so alles von der Natur geschaffen wird. Dann kamen wir endlich in Alice Springs nach langer langer Fahrt an und fuhren erst einmal auf den fast freien Campingpatz um uns zu erholen.

P.s.: Wir waren auch nochmal auf einer Farm und wollten fragen, ob wir 1 oder 2 Wochen Geld verdienen könnten. Wir wurden auch fast mit Kusshand genommen, aber wir bekamen schnell mit, dass dies eine Fram sei, die nur Backpacker ausnimmt und diese im Dreck wohnen lässt, nicht mit uns!

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