Lake Argyle

 

Broome

Nach Broome ging es am ersten Tag nach Derby, eigentlich nur eine kleine Stadt, aber sie hat zwei schöne Attraktionen. Zum einen einen Boab Tree (Affenbrotbaum), der früher als Gefängnis genutzt wurde, wirklich ein gigantischer Baum mit genug Platz im Inneren für etliche Mann und zum anderen sahen wir die längste Kuhtränke der Südhalbkugel… Typisch Australier wieder 😉 !

Derby

Jetzt ab zum Steg in Derby, eine Runde angeln, zumindest stand es im Handy, dass man hier gut sein Abendbrot besorgen könne. Derby ist entstanden durch eine entdeckte große Goldader. Daraufhin wurde sofort ein Hafen gebaut, aber die Schürferei wurde schnell wieder aufgegeben. Denn hier gibt es Gezeiten wie sonst nirgendwo auf der Welt, 12 Meter Höhenunterschied bei Ebbe und Flut wurde gemessen. Dadurch wurde es für Sepp unmöglich zu angeln, weil das Meer einem reißenden Fluss von der Geschwindigkeit ähnelt. Danach ging es zum Campen irgendwo ins Nirgendwo, wo auch ein großer Affenbrotbaum stand, wo wir auch alleine wieder die Nacht verbrachten. Ein tolles Naturschauspiel, wie sich die Sterne um den Baum drehen. Wir versuchen im Outback auch einmal die Sterne in ein Foto einzufangen, denn hier sollen die schönsten Sternenhimmel sein. Warum wir viel Zeit abends draußen verbringen statt im Auto, liegt mittlerweile an der Temperatur, die in den letzten Tagen wieder so sehr angestiegen ist. Auch hält man es nicht mehr in der Mittagshitze aus und muss sich zwischendurch abduschen, um nicht alles vollzuschwitzen.

Geikie Gorge Nationalpark

Am darauffolgenden Tag ging es zum Geikie Gorge Nationalpark, welcher recht klein ausfällt, aber einen Süßwasserfluss aufweist, der viele Krokodile birgt. Da wir noch keines in der freien Wildbahn gesehen haben, schlichen wir uns hier mehre Stunden durch die Büsche. Vom Fluss aus sahen wir auch ein Krokodil kurzzeitig, jedoch ein sehr kleines, welches aber innerhalb von 2 Sekunden im Wasser verschwunden war und deswegen leider kein Foto zu Stande kam. Aber Richtung Darwin hochwärts haben wir noch viele Chancen, Krokodile beobachten zu können . Und danach hieß es leider wieder viele Kilometer fahren zum nächsten Campingplatz.

Halls Creek & Lake Argyle

Die Landschaft ändert sich rasch, sobald ein Fluss in der Nähe ist, wird die Landschaft von roter Wüste zum tropischen Dschungel. Jetzt ging es nach Halls Creek. Dort wollten wir uns einen riesigen Meteoritenkrater anschauen, haben es am Ende aber doch nicht gemacht, da wir sonst wieder eine ewige Schotterpiste hätten fahren müssen. Deshalb sind wir an diesem Tag noch einige Kilometer mehr gefahren, um dafür am darauffolgenden Tag ein bisschen länger an einem riesengroßen See entspannen zu können, dem Lake Argyle. Dieser ist übrigens der größte Wasserspeicher des Kontinents , welcher 5 mal größer sein soll, als der Bodensee, nur dass dieser hier 10 Grad wärmer ist . Dort werden wir dann auch den Geburtstag von Seppi feiern Vorher haben wir noch einen kleinen Abstecher in den Ort Kununurra gemacht und uns dort noch einen kleinen Nationalpark angeschaut, der den bekannten Bungle Bungle Bergen sehr ähnlich sieht. Außerdem gibt es in der Stadt ein Diamantengeschäft mit rosafarbenen Diamanten. In Deutschland hatten wir schon einmal eine Doku darüber geschaut und deshalb fanden wir es sehr lustig, dass wir nun genau an dem Ort standen 🙂 Dieses Geschäft wird nämlich von einer Deutschen betrieben und hat sogar einen Diamanten im Wert von 600 000$!!! 90% der rosa Steine werden hier in diesem Gebiet vom Weltmarkt gefördert und es wird wahrscheinlich 2020 damit aufgehört, da die Maschinen bisher noch nicht so tief graben können…

Geburtstag

Aber nun zurück zum Lake Argyle. Am 26. Mai feierten wir gemütlich Sepp seinen Geburtstag. Früh am Morgen gab es Pancakes mit schönen Kerzen und dann ging es gleich an den Traumpool vom Campingplatz, mit Aussicht über den riesigen Wasserspeicher Lake Argyle. Man sieht nicht einmal das Ende vom See und trotzdem ist das Wasser herrlich Warm im See, der Pool war eigentlich richtig kalt im Gegensatz zum See . Wir verbrachten den ganzen Tag am Steg vom See mit Fischen und Schwimmen, was bei der Hitze wirklich gut tat. Im See gibt es nur Süßwasserkrokodile, man sollte aber keine Angst haben, da diese Art extrem scheu ist und sich nicht an den Mensch heran traut, auch wenn diese bis 3 Meter lang werden können. Andere Leute sahen sogar 100 Meter von uns entfernt Krokodile, was wirklich schon ein wenig mulmig für uns war. Man sollte sich nur vor den Salties, wie sie hier genannt werden, in Acht nehmen, denn diese seien richtig gefährlich. Nach Darwin hoch kann man dadurch fast nirgendswo baden. Stephie fing 3 schöne Fische, die alle ein wenig zu klein zum Essen waren und Sepp leider nix, jetzt lautet die Frage, wer hier der Jäger ist 😛 . Danach genossen wir den Sonnenuntergang über dem See und Sepp schlich sich ins nächste Lebensjahr.

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