Exmouth Walhai

 

Ningaloo Reef und sein Wahlhai

In Exmouth schwimmt der Walhai auch größte Fisch der Welt gemütlich mit uns mehr als eine halbe Stunde!

Die Tour haben wir über die selbe Organisation gebucht, bei der wir auch schon am Vortag getaucht sind. Sie holten uns von unserem Campingplatz ab, um uns zu den Booten zu bringen. Nach einer Stunde Aufenthalt im Tauchshop, um wieder die Anzüge anzuprobieren und einer dreiviertel Stunde Fahrt, kamen wir an einem Bootssteg im Nationalpark an, bei dem schon 6 weitere Busse von anderen Veranstaltern warteten. Später bekamen wir mit, dass es eigentlich egal ist, welche Organisation man wählt, da hier alle das gleiche abbekommen. Nachdem wir eine geschlagene dreiviertel Stunde auf dem Steg verbrachten, ging es zu unserem Boot. Das Problem war, dass sie alle Leute verwechselt haben und nicht wussten, wer auf welches Boot kommt, typisch Australier halt 😉 . Es fuhren 5 Boote mit uns heraus und wir bekamen ein tolles Briefing. Uns wurde erzählt, dass immer nur 10 Personen an einem Wahlhai sein dürfen und dass man immer drei Meter Abstand halten solle (was auch völlig reicht bei Tieren bis zu 14 Metern). Die Boote teilten sich an unterschiedlichen Orten auf, da es genug Wahlhaie für alle gab. Das Ningaloo Reef hat jährlich in der Saison bis zu 2000 Tiere vor der Küste, was bei 220 km Länge vom Riff schon eine gigantische Zahl bedeutet.

Schnorcheln mit dem Walhai

Zwei Gruppen wurden gebildet und wir hatten wirklich Glück, denn wir bekamen die ältere Generation ab, was bedeute, dass wir fast immer allein mit dem Wahlhai schwommen, denn sie hielten nie lange mit der Geschwindigkeit des Giganten mit. Das erste mal hinein gehüpft und mitten im Blauen schnorcheln, war schon irgendwie ein mulmiges Gefühl. Dann aber kam er auf uns zu geschwommen, erstarrt von der Größe zog er langsam an uns vorbei. Unglaublich wie er schwebt und eigentlich so gut wie nichts mit der Schwanzflosse dafür machen muss. Wir mussten trotzdem immer richtig in die Flossen treten, um einigermaßen dran zu bleiben. Wie uns später gesagt wurde, hatten wir richtig Glück, denn die Haie waren richtig gemütlich an diesem Tag. Manchmal sieht man sie nur ein paar Sekunden, wir sahen die Haie bei 6 mal hineinspringen bestimmt eine dreiviertel Stunde! Unglaublich, wenn der Hai auftaucht und man seinen wie Camouflage gefleckten Rücken sieht. Man denkt, es sei ein Winzling, aber dann kommt er immer höher und es stellt sich heraus, dass er 10 Meter lang ist, hammer! Nachdem er viele Minuten neben uns war, stieg er langsam wie ein U-Boot wieder ab (bis auf maximal 3000 Meter). Niemand weiß, ob sie weg schwimmen, wenn die Saison vorbei ist oder ob sie in den Tiefen einfach bleiben, einfach sehr mystische Tiere.

Walhai Theorie

Wir lernten viele Dinge über die Tiere an Bord.Was uns wirklich faszinierte, war, dass ein Walhai in freier Wildbahn 100 Jahre alt werden kann und das nicht nur bei Ausnahmen. Im Gegensatz dazu kann ein Tier in Gefangenschaft nur 7 Jahre alt werden. Solche Tiere gehören ins Meer und sind die großartigsten Fische wie wir finden. Unser Guide ist die letzten 2 Schnorchelgänge leider ausgefallen, aber Sepp und die Fotografin haben alle weiter zum Hai gelotst und dadurch konnten wir besonders nah heran, was uns bei leider nicht der allerbesten Sicht trotzdem wunderschöne Augenblicke bescherte. Alle Taucher möchten immer einmal mit einen Walhai tauchen, wir finden jedoch, dass schnorcheln die bessere Wahl ist, da man sonst durch das ganze Equipment nicht wirklich hinterher kommen würde. Dies war wirklich ein toller Tag und wir müssen sagen, dass die Haie hier echt mit Respekt und keinem Massentourismus abgefertigt werden, denn bei 2000 Haien wird es 5 Haien, die wir gesehen haben, nicht weh tun, 10 Minuten mit Menschen verbracht zu haben, ohne Stress und nur mit aufgeregten Schnorchlern! Ein Muss für jedermann, auch wenn Exmouth teuer ist, es war den Besuch wert. Nach der Tour fuhren wir aus dem Nationalpark wieder heraus, was ein wenig doof war, denn wir fuhren danach wieder herein, um den nächsten Tag mit schnorcheln im Cape Range Nationalpark zu verbringen. Wir schliefen wieder mitten am Strand fast allein (wie werden wir das vermissen in Deutschland) und am darauffolgenden Tag schnorchelten wir am zweit größten Riff von Australien, welches natürlich auch wunderschön war. Danach ging es ab zum nächsten Nationalpark,von der Landzunge von Exmouth weg, um langsam immer mehr vom tropischen Teil von West Australien zu sehen.

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