Kalbarri Nationalpark

 

Pink Lake

In dem Kalbarri Nationalpark gibt es tolle Aussichten auf das Meer mit den schönsten Klippen von ganz Australien. Zuvor fuhren wir zum sogenannten „Pink Lake“, ein See der auch wirklich pink ist! In Australien gibt sogar mehrere von diesen Seen zu bestaunen, denn das ist durch ein einfaches Phänomen zu erklären: Der pinke Farbton entsteht durch spezielle Algen, die Karotin produzieren! Jetzt aber Richtung Küste, denn die Klippen sahen wirklich erstaunlich schön aus. Extrem viele Wege führten von der Hauptstraße zur Küste hinein, man wusste gar nicht, welchen Lookout mit den unterschiedlichsten Felsskulpturen man zuerst bestaunen sollte.

Westaustraliens Fliegen

Aber wir müssen zugeben, dass wir unseren Aufenthalt bei jedem Punkt recht kurz gestaltet haben, denn jetzt sind wir in die Fliegenzone von Australien gekommen. Wir hätten nie gedacht, dass die Fliegen so extrem lästig sein können. Man hat wirklich über 100 Fliegen am Körper, aber hauptsächlich natürlich im Gesicht, was einen wirklich fertig macht, nachdem man gefühlt 1000 mal die Viecher mit der Hand weggewedelt hat. Nach einem schönen Tag kamen wir dann in Kalbarri an, welches ein kleines Städtchen mitten an der Küste ist. Da hier leider kein kostenfreier Campingplatz in der Nähe war, nahmen wir einen kostenpflichtigen, wo wir komischerweise keine einzige Fliege mehr hatten, obwohl wir schon in den Nationalpark hineinschauen konnten, wo der Fluss eigentlich viele Insekten anlocken müsste! Hier gab es unglaublich viele schöne Vögel, welche wir auch versuchten, im Bild einzufangen. Jetzt brach die Nacht hinein und die Fliegen erstarrten, was wirklich ein Segen ist! Nachteil war, dass jetzt die Mücken loslegten 😛 , ab ins Auto und einfach gemütlich machen.

Kalbarri Nationalpark

Am darauf folgenden Tag ging es nun endlich in den Nationalpark, welcher als bestes Motiv das Natural Window hat, ein Felsen, den es leider schwierig zu erreichen galt. Wir lasen im Reiseführer, dass eigentlich Allrad für diese Tour zu empfehlen sei, da die Straße in sehr schlechtem Zustand ist!, trotzalledem man auch problemlos ein normales Auto nehmen könnte, welches noch gut in Schuss ist. Okay, klang motivierend! Also ab zum Start. Wir fanden heraus, dass 19 km kein guter Weg sei und sahen den Ranger davor und fragten, ob wir mit unserem Auto fahren könnten. Er sagte, dass wir mindestens 60 km/h, maximal 65 km/h fahren sollten, damit die sogenannten Querrillen nicht das Auto kaputt machen, wenn man zu langsam fährt und zum Schluss noch der Satz, passt auf, dass euch nix am Boden vom Auto abfällt! Na, Toll! Egal, jetzt Augen zu und durch! Wir fuhren mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit und mussten zugeben, dass es wirklich keine richtige Straße war, die wir fuhren,nur Sand und manchmal steiniger Untergrund! Es hämmerte so sehr am Anfang im Auto, dass wir ganz schwitzige Hände bekamen. Extrem wurde es manchmal, wenn die Rillen länger wurden, da hämmerte es richtig im Auto und hinten flog alles herum. Nach der Hälfte der Strecke wurde es noch schlimmer. Wir fuhren unsere Geschwindigkeit, aber man konnte nicht den Sandlöchern ausweichen, da sie so gut wie garnicht sichtbar im hellen Sand waren. Da passierte es schon öfter, dass wir fast mit dem Auto hüpften… Aber umdrehen konnten wir jetzt auch nicht mehr.Schweißgebadet nun doch endlich angekommen Verblüfft waren wir dann doch, als wir sahen, was für Autos diese Strecke auch bewältigt haben, u.a.sehr sehr viele Mietautos und große Wohnmobile. Danach schauten wir uns die schöne Aussicht von den Felsklippen an und gingen auch den Rundweg zum Natural Window, was wirklich Ähnlichkeiten mit einem Fenster aus Stein hatte. Und danach hieß es, den Weg zurück , Währenddessen kam uns sogar ein Stadtauto entgegen, was maximal 10 km/h fuhr, viel Spaß! Man kann sich ja ausrechnen, wie lange es fährt bei 20 km ! Wir schworen uns, ab jetzt unseren Volker nicht mehr zu quälen und immer auf Asphalt zu fahren! Ab zum Fluss schön Mittag essen. Aber leider wieder Pusteblume, da die Fliegen sich wieder zu Tausenden auf einen stürzten…. Beim nächsten Supermarkt kaufen wir uns ein Fliegennetz für den Kopf, da das hier auch normal und jeder hier verschleiert herumläuft. Ist schon schlimm das Paradies vor der Haustür zu haben, dann aber leider nicht hinaus zu dürfen, weil die Fliegen schon auf dich warten…

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