Flinders Ranges

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Flinders Ranges

Magnetic Hill

Am ersten Tag fuhren wir noch einmal viele Kilometer. Der Sprit wurde pro 10 km Innlandfahren immer um 1 Cent teurer und somit versuchten wir, ohne viel tanken immer durchzukommem. Zwischenziele wurden natürlich auch gesetzt. Zuerst wurde der Magnetic Hill angefahren, ein Berg, der über eine 15 km Schotterpiste zu erreichen galt. Hier wird das Auge ausgetrixt, denn durch perfektes Zusammenspiel mit dem Hintergrund, denkt man, dass das Auto bergab fährt, obwohl es bergauf geht, Zauberei !

Red Gum der Gummibaum

Danach ging es zu einem 500 Jahre alten Gummibaum, der wirklich gigantische Ausmaße hatte, nicht in der Höhe, jedoch aber in der Breite. 5 Mann benötigt man, um herum einen Kreis zu schließen. Am späten Nachmittag kamen wir dann endlich im Nationalpark an. Als erstes wurde alles schön eingerichtet und dann noch eine schöne Wanderung Richtung Berg gemacht. Die Landschaft geht langsam in wunderschönes Rot über und alles ist extrem trocken. Die Natur sieht wirklich traumhaft aus und der Duft, der von den Wäldern ausgeht, macht es um so schöner. Die Wanderung zeigte uns erste Einblicke in die Natur des Outbacks, ja wir sind zum ersten mal im Outback *stolz* und schlafen den ersten Tag nach wunderschönem Lagerfeuer mit unglaublicher Ruhe unter perfektem Sternenhimmel ein. So haben wir uns Australien vorgestellt.

Flinders Ranges

Am darauf folgenden Tag ging es richtig in den Nationalpark zum Wilpena Pound hinein. Man zahlt pro Auto in Nationalparks, das Geld wird in Boxen geworfen und man hat einen Abriss für sein Auto, wenn man vom Ranger kontrolliert wird. Wir fuhren als erstes zu einer Information, die direkt am Plateau angrenzte, wo wir auch unsere Wanderung starteten. Der Flinders Ranges Nationalpark besteht aus einem mächtigen Felskessel , welcher an den Ecken schöne Berge hat, ähnelt stark einem Meteoritenkrater. In der Mitte befinden sich viele australische Bäume mit Kängurus und sehr vielen Emus, die wir auch live zu Gesicht bekamen. Wir fühlten uns wie in einem Wildlifepark, denn hinter jeder Ecke lauerte ein neues schönes Tier. 14 km waren zum St. Mary Peak geplant, der der Höchste mit 1165 m vom Nationalpark war. Dies sollte eigentlich nur eine Wanderung mit 7 km hin und 7 km zurück werden. Doch es gab noch einen Rundweg, der insgesamt 25 km umfasste und eigentlich 9 h dauern sollte. So gut wie wir in unserer Orientierung waren, landeten wir, wie auch immer, natürlich auf dem langen Weg, stellten dies jedoch erst nach 7 km fest. Also, umdrehen galt nicht mehr 😉 Wir brauchten mit schnellen Schritten zum Glück nur 6 Stunden und haben eine wunderschöne Aussicht auf die gesamte Landschaft gehabt. In der Ferne prangten noch andere Gebirgszüge, aber alle kleiner als unser bestiegener Berg. Wir hatten traumhaftes Wetter, den ganzen Tag nur Sonne und über 30 Grad. Zum Glück haben wir den Herbst von Australien gewählt zum Rumreisen, im Sommer wäre es sicher nicht auszuhalten gewesen. Der Weg runterwärts vom Gipfel entpuppte sich als kleine Klettertour, aber nix was der Rede wert wäre . Danach ging es zurück zum vorherigen Zeltplatz, um wieder schön Feuer und Sonnenuntergang zu genießen. So anstrengend und zugleich erlebnisreich wollten wir es haben. Am letzten Tag hoben wir unsere müden Knochen 1½ Stunden zu spät aus dem Bett und erlaubten uns den Rest des Parks mit dem Auto zu erforschen. Nach vielen schönen Lookouts, u.a. die Great Wall of China, ging es aus dem Nationalpark hinaus mit vielen schönen erlebten Dingen. Und auf zum nächsten Abenteuer…

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