Arbeit für die letzten Erlebnisse in Neuseeland

Kirschfarm

Wir arbeiteten insgesamt noch einmal 9 Wochen für die Kirschfarm. 3 Wochen davon arbeiteten wir in Roxburgh und 2 Wochen in Alexandra. Dort pflanzten wir u.a. ein paar Bäume um, bereiteten Drähte für die Kirschfelder vor und befreiten die Felder von Müll. Anschließend hat uns die Company gebraucht um neue Kirschfelder anzulegen. In der Nähe von Cromwell in Bendigo hat die Firma 120 Hektar gekauft, von denen nun 60 Hektar mit Bäumen bepflanzt werden sollten. Sepp saß hinten auf dem Traktor und hat 20.000 Bäume in 3 Wochen gepflanzt. Somit kann er sagen, dass er schon einen ganzen Kirschwald gepflanzt hat. Stephie ist hinterher gelaufen und hat die Bäume ordentlich in den Boden gestampft. Das waren etwa 20 km pro Tag an Strecke, die sie zurückgelegt hat! Wer keine Vorstellung hat, wie groß das Land ist: Sepp musste einmal die gesamte Strecke ablaufen um die Löcher am Zaun zu füllen, damit keine Hasen durchkommen, welche hier eine richtige Plage sind. Er benötigte 3 Stunden um das Gebiet zu umrunden.

Der Anfang

Zu Beginn trafen wir uns alle auf dem neuen Land in der Nähe von Bendigo, einer Geisterstadt. Verteilt auf 3 Wochen kamen die LKWs mit dem Kirschbäumen, welche wir bündelweise ausladen mussten. Ein Bündel mit 10 Bäumen wog schon 20 kg, also man spürt seine Arme nach 9 Stunden Bündel tragen. Über 80.000 Bäume wurden geliefert. Die Landschaft ist atemberaubend auf dem Feld. Überall Berge, die mit Schnee bedeckt sind und es war eiskalt am Morgen und wurde aber zum Mittag immer wärmer. Sepp saß wie gesagt hinten auf dem Traktor, was leider auch die unschönste Arbeit war, da es extrem dreckig, laut und kalt war, da der Sitz im Schatten des Traktors lag. Nach 9 Wochen ständiger Zusammenarbeit entwickelten sich einige Freundschaften im Team.

Beförderung

Nach 3 Wochen Arbeit ging es an die anderen Arbeiten, wie Boden pflügen, Wasserschläuche verlegen oder Drähte ziehen. Alles eine Mammutaufgabe bei der Größe des Feldes. Die Company mag uns beide so sehr, dass sie uns gefragt haben, ob wir länger auch für mehr Geld bleiben würden. Sie hätten uns sogar das Visum dafür bezahlt. Wir lehnten nach langen Überlegungen ab, da unsere Zukunft doch in Deutschland liegt. Aber wenn alle Stricke reißen, wissen wir, wo wir immer einen Job bekommen. Die wollten uns sogar in Führungspositionen stecken, ist schon lustig, was man so nach 3 Monaten hier als Deutscher erreichen kann 😉

Wochenende = Party

Ja, wir haben wieder viele tolle Menschen aus verschiedensten Kulturen kennengelernt. Jedes Wochenende machten wir schöne Hauspartys, da uns beiden ein richtig schönes Haus organisiert wurde von der Firma. Wir hatten auch unser eigenes Firmenauto. Es war einfach herrlich. Aber was sollen wir sagen, man sollte zum schönsten Augenblick gehen. Immerhin freuen wir uns ja auch auf Familie und Freunde in Deutschland. Aber wir müssen euch sagen, die Angebote haben uns schon dazu gebracht, darüber nachzudenken immer in Neuseeland zu bleiben.

Die letzte Reise

Jetzt haben wir allen aufwiedersehen gesagt. Und wir wollen noch einmal reisen, bevor es wieder los geht nach Deutschland. Schaut mal wieder öfters rein, wir werden wieder mehr schreiben.

 

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